Heute leben in Deutschland 24,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. In den westdeutschen Bundesländern hat fast jeder Dritte ausländische Wurzeln.
Trotzdem sprechen viele Politiker und Experten von einem gescheiterten System. Angela Merkel sagte schon 2010, der „Ansatz für Multikulti“ sei „gescheitert, absolut gescheitert“. Sie machte damit ziemlich klar, dass Integration in Deutschland nicht funktioniert.

Viele erleben jeden Tag, was das bedeutet: Syrische Fachkräfte liefern Essen aus, weil Deutschland ihre Abschlüsse nicht anerkennt.
Krankenschwestern aus der EU müssen als Pflegehilfen arbeiten. In ostdeutschen Städten protestieren Menschen gegen „Überfremdung“, obwohl dort nur jeder Neunte einen Migrationshintergrund hat.
Die Realität wirkt widersprüchlich. Deutschland braucht bis 2030 fünf Millionen neue Arbeitskräfte, weil die Bevölkerung altert.
Doch nach sechs Jahren arbeiten nur 54 Prozent der Geflüchteten – der Bundesdurchschnitt liegt bei 77 Prozent. Liegt das Problem an der Idee des Multikulturalismus oder an den Strukturen, die Integration ermöglichen sollen?
Ursprünge und Entwicklung des Multikulturalismus in Deutschland

Deutschlands multikulturelle Gesellschaft entstand nicht am Reißbrett. Sie entwickelte sich aus den wirtschaftlichen Zwängen der Nachkriegszeit.
In den 1960er Jahren holte man Gastarbeiter ins Land und legte damit den Grundstein für eine gesellschaftliche Veränderung, die erst viel später anerkannt wurde.
Gastarbeiter-Politik und frühe Zuwanderung
Deutschland startete 1955 mit Italien das erste Anwerbeabkommen. Man brauchte dringend Arbeitskräfte für den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder.
Danach folgten Abkommen mit Spanien (1960), Griechenland (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968). Eigentlich sollten diese Gastarbeiter nur für kurze Zeit bleiben.
| Jahr | Land | Hintergrund |
|---|---|---|
| 1955 | Italien | Erstes Anwerbeabkommen |
| 1961 | Türkei | Größte Gruppe der Gastarbeiter |
| 1973 | Anwerbestopp | Ende der aktiven Rekrutierung |
Viele Gastarbeiter blieben trotzdem. Nach dem Anwerbestopp 1973 holten sie oft ihre Familien nach.
Aus temporären Arbeitskräften wurden dauerhafte Zuwanderer. Die Politik ignorierte das lange.
Deutschland wollte sich nicht als Einwanderungsland sehen, obwohl längst Millionen Menschen mit Migrationshintergrund hier lebten.
Die Vision der multikulturellen Gesellschaft
In den 1980er Jahren prägten vor allem kirchliche Kreise den Begriff „multikulturelle Gesellschaft“. Sie wollten das Zusammenleben verschiedener Kulturen positiv beschreiben.
Das Heidelberger Manifest von 1981 setzte einen Kontrapunkt. 15 Professoren warnten vor „Überfremdung“ und lehnten Multikulti ab. Sie fürchteten den Verlust deutscher Identität.
Die Grünen griffen das Thema politisch auf und forderten, Deutschland als Einwanderungsland anzuerkennen. Multikulti wurde zum Streitpunkt zwischen den politischen Lagern.
Soziologen wie Bassam Tibi schlugen in den 1990er Jahren eine „deutsche Leitkultur“ als Alternative vor. Die Debatte zog sich durch die Feuilletons.
Veränderungen durch europäische Migrationsströme
Mit der EU-Osterweiterung 2004 und 2007 kamen neue Zuwanderer nach Deutschland. Polen, Rumänen und Bulgaren reisten als EU-Bürger mit vollen Arbeitsrechten ein.
Diese Gruppen unterschieden sich von den früheren Gastarbeitern. Viele waren hochqualifiziert und konnten sich frei bewegen.
Gleichzeitig wuchs die Skepsis gegenüber Multikulti. Angela Merkel erklärte 2010, Multikulturalismus sei gescheitert.
Diese Aussage spiegelte die Ernüchterung über zu idealistische Vorstellungen wider. 2015 spitzte sich die Debatte durch die Flüchtlingskrise weiter zu.
Über eine Million Menschen suchten Schutz in Deutschland. Das löste hitzige Diskussionen über Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt aus.
Der Begriff Multikulti verlor an Rückhalt. Pragmatische Integrationskonzepte rückten in den Vordergrund.
Warum Integration in Deutschland als gescheitert gilt

Viele Menschen nehmen Integration in Deutschland als gescheitert wahr. Sprachliche Barrieren, Parallelgesellschaften und politische Debatten verstärken diesen Eindruck.
Debatten um Sprache und Identität
43 Prozent aller Arbeitslosen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Diese Zahl zeigt ein zentrales Problem.
Sprachkenntnisse gelten als Schlüssel zur Integration. Trotzdem erreichen viele nach 600 Stunden Integrationskurs nicht das nötige Deutsch für den Arbeitsmarkt.
Viele Deutsche mit Migrationshintergrund fühlen sich zwischen zwei Kulturen hin- und hergerissen. Sie sprechen Deutsch, leben aber oft auch ihre Herkunftskultur.
Kulturelle Unterschiede erscheinen oft als unüberwindbare Hürden. Die Debatte um eine deutsche „Leitkultur“ sorgt für Spannungen.
Kritiker werfen vor, Assimilation werde verlangt statt wirklicher Integration.
Parallelgesellschaften und soziale Fragmentierung
In deutschen Großstädten entstehen Viertel mit hohem Migrantenanteil. Viele nennen diese Gebiete Parallelgesellschaften.
53 Prozent der Sozialhilfeempfänger haben einen Migrationshintergrund. Das führt zu sozialer Abgrenzung.
Was verstärkt die Fragmentierung? Die Konzentration in bestimmten Stadtteilen, eigene Geschäfte und Dienstleistungen, wenig Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft und Schulen mit sehr hohem Migrantenanteil.
Soziale Mobilität bleibt schwierig. Viele Zuwanderer arbeiten unter ihrer Qualifikation, obwohl Deutschland dringend Fachkräfte braucht.
Mediale und politische Diskurse zum Scheitern
Politik und Medien beeinflussen, wie wir Integration wahrnehmen. Meistens berichten sie über Probleme.
Die Flüchtlingskrise 2015 sorgte für noch mehr negative Schlagzeilen. Politiker redeten von „Belastungsgrenzen“ und stellten den Zusammenhalt in Frage.
Konservative Parteien betonen das Scheitern, andere zeigen lieber auf Erfolgsgeschichten. Medien greifen meist die Problemfälle auf und lassen gelungene Integration unter den Tisch fallen.
Das prägt die Wahrnehmung der Bürger. Der Begriff „gescheiterte Integration“ wird zum politischen Schlagwort und vereinfacht komplexe Prozesse.
Herausforderungen und Hürden bei der Integration
Bei der Integration von Migranten in Deutschland gibt es vier große Baustellen: zu wenig Sprachförderung, schwierige Bildungswege, Hürden auf dem Arbeitsmarkt und Diskriminierung.
Diese Probleme hängen zusammen und machen Integration ziemlich schwer.
Sprachbarrieren und Bildungssystem
Ohne Deutschkenntnisse wird es als Migrant in Deutschland fast unmöglich, richtig anzukommen. Das liegt nicht nur an fehlenden Kursen, sondern auch an deren Qualität.
Probleme bei Sprachkursen:
- Lange Wartelisten, manchmal bis zu einem Jahr
- Starre Kurszeiten
- Zu wenig Plätze für Mütter mit kleinen Kindern
- Lehrkräfte oft nicht ausreichend qualifiziert
In Schulen erleben Migrantenkinder oft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Viele Lehrer erwarten weniger von ihnen.
Das deutsche Bildungssystem sortiert früh aus – meistens zum Nachteil der Kinder mit Migrationshintergrund.
Viele Qualifikationen aus dem Ausland werden nicht anerkannt. Selbst mit Studium müssen viele Migranten wieder von vorne anfangen.
Das entwertet ihre Bildung und kostet Motivation.
Arbeitsmarktintegration und Qualifikation
Der deutsche Arbeitsmarkt stellt hohe Hürden auf. Viele qualifizierte Migranten finden trotzdem keinen passenden Job.
Hindernisse am Arbeitsmarkt:
- Anerkennung ausländischer Abschlüsse ist kompliziert
- Berufliche Netzwerke fehlen
- Bewerbungsprozesse sind schwer durchschaubar
- Weiterbildungsangebote sind rar
Viele arbeiten weit unter ihrem Können. Ein syrischer Arzt fährt Taxi, eine polnische Ingenieurin putzt Büros.
Das schadet nicht nur den Menschen selbst, sondern auch der Wirtschaft. Praktika und Eingliederungsmaßnahmen gibt es kaum.
Ohne deutsche Berufserfahrung bleibt vielen Migranten der Zugang zum Arbeitsmarkt versperrt. Da wieder rauszukommen, ist alles andere als einfach.
Diskriminierung und institutionelle Hindernisse
Diskriminierung am Arbeitsplatz begegnet einem fast täglich. Studien zeigen ziemlich eindeutig: Wer einen ausländisch klingenden Namen hat, bekommt bei gleicher Qualifikation viel seltener eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Formen der Diskriminierung:
- Weniger Chancen bei Bewerbungen (bis zu 50% weniger Einladungen)
- Schlechtere Bezahlung für die gleiche Arbeit
- Kaum Aufstiegsmöglichkeiten
- Ausgrenzung durch Kollegen
Institutionelle Hindernisse verschärfen das Ganze noch. Viele Behörden sind auf mehrsprachige Kommunikation kaum vorbereitet.
Formulare findet man selten in der eigenen Muttersprache. Sachbearbeiter reagieren manchmal verständnislos auf die eigene Situation.
Das deutsche Vereinsleben bleibt oft verschlossen, wenn man keine Beziehungen hat. Ohne Vitamin B kommt man auf dem Arbeitsmarkt schwer weiter.
Mentoring-Programme? Die gibt’s kaum.
Rolle der Polizei und öffentlicher Sicherheit
Viele Migrantinnen und Migranten begegnen der Polizei mit Misstrauen. Racial Profiling – also Kontrollen nur wegen des Aussehens – passiert regelmäßig.
Die Polizei kontrolliert Menschen mit Migrationsgeschichte öfter als andere. Das schafft Distanz und lässt das Vertrauen schwinden.
Kinder aus diesen Familien lernen schnell: Die Polizei ist vielleicht nicht immer Freund und Helfer.
Problematische Polizeipraxis:
- Zu viele Kontrollen in sogenannten „Problemvierteln“
- Missverständnisse wegen Sprachbarrieren
- Kulturelle Unterschiede sorgen für Reibung
- Kaum interkulturelle Schulungen
Bei Konflikten fühlen sich Betroffene oft unfair behandelt. Beschwerden gegen Polizisten führen selten zu Konsequenzen.
Diese Erfahrungen lassen das Vertrauen in staatliche Institutionen weiter sinken.
Multikulturalismus im europäischen Vergleich
Europäische Länder gehen mit kultureller Vielfalt ziemlich unterschiedlich um. Deutschland schwankte lange zwischen Integration und Multikulturalismus, während Großbritannien und Frankreich ganz eigene Wege gingen.
Unterschiedliche Integrationsmodelle: Deutschland, Großbritannien und Frankreich
Großbritannien setzte lange auf ein multikulturelles Modell. Sie förderten kulturelle Vielfalt und ließen Einwanderergemeinschaften ihre Traditionen behalten.
Das führte aber auch zu parallelen Gesellschaften. 2011 erklärte David Cameron, dass der Multikulturalismus gescheitert sei und kritisierte, dass Migranten sich „völlig entgegengesetzt zu unseren europäischen Werten“ verhalten durften.
Frankreich wollte Einwanderer mit einem assimilatorischen Ansatz anpassen. Das republikanische Modell verlangt, französische Werte zu übernehmen und Unterschiede privat zu leben.
Trotzdem entstanden in Frankreich viele Probleme. In manchen Vorstädten entwickelten sich sogenannte „No-go-Zonen“ mit hoher Kriminalität.
Deutschland setzte lange auf eine segregierende Politik. Gastarbeiter sollten nur vorübergehend bleiben und dann zurückkehren.
Diese Haltung verhinderte echte Integration und führte zu abgeschotteten Gemeinschaften.
Lehren und Fehltritte europäischer Integrationspolitik
Alle drei Modelle zeigen ähnliche Schwächen. Es bildeten sich parallele Gesellschaften, in denen Integration kaum gelang.
Ruud Koopmans, ein niederländischer Soziologe, fordert inzwischen mehr Assimilation und weniger Multikulturalismus.
Gemeinsame Fehltritte in Europa:
- Ghettos und parallele Strukturen entstanden
- Viele Migranten sprechen die Landessprache kaum
- Sicherheitsprobleme in bestimmten Vierteln
- Integration bleibt trotz verschiedener Ansätze unzureichend
Schweden hat die Folgen besonders deutlich gespürt. Migrantengangs machen das Leben dort schwieriger, und die Regierung schickte sogar das Militär.
Die Kriminalität stieg stark an. Merkel, Cameron und Sarkozy erklärten schon vor 2015 das Scheitern des Multikulturalismus, aber mit der „Willkommenspolitik“ 2015 blieb der Kurs ähnlich.
Der besondere Fall der türkischstämmigen Community
Mit 2,8 Millionen Menschen bilden Menschen mit türkischen Wurzeln die größte Migrantengruppe in Deutschland. Ihre Integrationserfahrungen zeigen sowohl Erfolge als auch echte Herausforderungen, die das Verhältnis zwischen Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft ziemlich kompliziert machen.
Herkunft, Strukturen und gesellschaftliche Rolle
Die türkischstämmige Community entstand vor allem durch das Gastarbeiter-Abkommen von 1961. Eigentlich sollten die Arbeitskräfte nur vorübergehend bleiben, aber daraus wurde eine dauerhafte Zuwanderung – oft mit Familiennachzug.
Heute leben viele türkischstämmige Menschen schon in der dritten oder sogar vierten Generation in Deutschland.
Die Community ist ziemlich vielfältig:
- Ehemalige Gastarbeiter und deren Kinder
- Asylsuchende nach dem Militärputsch 1980
- Junge Akademiker und Fachkräfte
- Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft
Die gesellschaftliche Rolle bleibt zwiespältig. Türkischstämmige Unternehmer prägen mit über 80.000 Betrieben die deutsche Wirtschaft.
Gleichzeitig gibt es strukturelle Probleme: 30 Prozent haben keinen Schulabschluss – das ist deutlich mehr als im deutschen Durchschnitt.
Integrationsfortschritte und -defizite im Alltag
Die Integrationsbilanz wirkt widersprüchlich. 49 Prozent der Türkeistämmigen fühlen sich in Deutschland sehr wohl, weitere 41 Prozent immerhin eher wohl.
Trotzdem empfinden sich 51 Prozent als „Bürger zweiter Klasse“.
Erfolgreiche Integrationsbereiche:
- 87 Prozent fühlen sich Deutschland verbunden
- 86 Prozent haben eine positive Einstellung zu Deutschen
- Viele sind mit ihrem Leben in Deutschland zufrieden
Persistente Herausforderungen:
- 56 Prozent sehen ungleiche Chancen bei Bildung und Arbeit
- 54 Prozent fühlen sich trotz aller Bemühungen nicht ganz anerkannt
- Besonders im religiösen Bereich erleben viele Diskriminierung
Die Verbindung zur Türkei bleibt stark. 85 Prozent fühlen sich dem Herkunftsland verbunden.
Das sorgt manchmal für politische Spannungen, wie beim Verfassungsreferendum 2017. Damals stimmten viele türkeistämmige Deutsche überproportional für Erdoğans Reformen.
Zukunftsperspektiven und Wege zu gelungener Integration
Deutschland braucht neue Ansätze, die mehr als nur Sprachkurse bieten und echte Barrieren abbauen. Diskriminierung abzubauen und Vielfalt aktiv zu fördern, gehört einfach dazu.
Innovative Integrationsansätze und Reformen
Die Integrationspolitik in Deutschland verändert sich gerade. Laut Fachkommission der Bundesregierung passt der Begriff „Migrationshintergrund“ nach 15 Jahren nicht mehr so recht.
Bedarfsorientierte Ansätze rücken in den Fokus. Neue Programme richten sich nicht mehr nur nach Herkunft, sondern nach individuellen Bedürfnissen.
Das bedeutet: Angebote werden passgenauer gemacht.
Die Strukturen werden flexibler:
- Digitale Lernformate ergänzen klassische Kurse
- Qualifizierung direkt am Arbeitsplatz
- Familienorientierte Integrationsmaßnahmen
Kommunale Vernetzung ist entscheidend. Integration gelingt, wenn Behörden, Schulen und Vereine zusammenarbeiten.
Solche Kooperationen schaffen stabile Unterstützungsstrukturen.
Die Finanzierung wird langfristiger gedacht. Statt kurzfristiger Projekte entstehen nachhaltige Programme.
Das gibt allen Beteiligten mehr Planungssicherheit.
Abbau von Rassismus und sozialer Ausgrenzung
Rassismus behindert Integration auf jeder Ebene. Diskriminierung am Arbeitsmarkt, in der Schule oder bei der Wohnungssuche verhindert echte Teilhabe.
Strukturelle Veränderungen müssen her. Anonyme Bewerbungen helfen, Vorurteile bei der Jobsuche abzubauen.
Trainings für Lehrkräfte und Personalverantwortliche machen auf unbewusste Vorurteile aufmerksam.
Rechtliche Instrumente werden gestärkt:
- Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird ausgeweitet
- Es gibt bessere Beratung für Diskriminierungsopfer
- Unternehmen, die diskriminieren, werden sanktioniert
Präventionsarbeit fängt früh an. Schulprogramme gegen Vorurteile und für Vielfalt wirken schon bei den Jüngsten.
Interkulturelle Kompetenz gehört fest in die Lehrerausbildung.
Zivilgesellschaftliche Initiativen bekommen mehr Unterstützung. Lokale Bündnisse gegen Rassismus und Rechtsextremismus stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Förderung von Vielfalt in Schule und Arbeitswelt
Bildungsbereich als Schlüssel: Schulen mit vielen Kindern aus Einwandererfamilien brauchen dringend bessere Ausstattung. Kleinere Klassen würden vieles erleichtern.
Lehrkräfte sollten Mehrsprachigkeit endlich als echte Stärke sehen, nicht als Nachteil.
Man fördert gezielt Lehrkräfte mit Migrationshintergrund. Sie zeigen den Schülern, dass Vielfalt normal ist. Außerdem verstehen sie oft, was die Kinder bewegt.
Bis 2030 will man ihren Anteil deutlich erhöhen.
Arbeitsmarkt öffnet sich: Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz macht es qualifizierten Zuwanderern leichter, hier zu arbeiten. Behörden erkennen ausländische Abschlüsse jetzt schneller an.
Unternehmen denken um und setzen auf Diversity-Strategien:
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Mentoring-Programme | Berufseinstieg erleichtern |
| Interkulturelle Teams | Kreativität fördern |
| Flexible Arbeitsmodelle | Vereinbarkeit verbessern |
Berufliche Bildung wird bunter. Ausbildungsbetriebe nehmen mehr Jugendliche mit unterschiedlichen Wurzeln auf.
Zusätzliche Unterstützung hilft, wenn es sprachlich mal hakt.
Persönliche Kontakte und praktische Erfahrungen öffnen oft die Tür zum Arbeitsmarkt. Praktika und Hospitationen schlagen Brücken zwischen verschiedenen Lebenswelten.




