In Deutschland spüren immer mehr Menschen eine wachsende Distanz zur Politik. Viele fühlen sich von „denen da oben“ unverstanden und wenden sich frustriert von demokratischen Prozessen ab.
Die Wahlbeteiligung sinkt, das Vertrauen in Parteien bröckelt.

Politikverdrossenheit wird dann gefährlich, wenn aus gelegentlichem Unmut ein grundsätzliches Misstrauen gegen das demokratische System wächst. Falls Sie sich abgehängt fühlen oder zweifeln, ob Ihre Stimme zählt, sind Sie definitiv nicht allein.
Millionen Deutsche teilen diese Sorgen.
Die Gründe reichen von zu hohen Erwartungen an den Staat bis zu echten Problemen in der politischen Kommunikation. Aber es gibt Wege, aus dieser Krise herauszukommen.
Zuerst lohnt es sich, die Wurzeln der Politikverdrossenheit zu verstehen und zu sehen, wie sie unsere Gesellschaft beeinflusst – und was jeder Einzelne tun kann, um die Demokratie zu stärken.
Was ist Politikverdrossenheit? Begriffsdefinition und aktuelle Lage

Politikverdrossenheit beschreibt das wachsende Misstrauen und das Desinteresse vieler Bürger an politischen Prozessen, Parteien oder Institutionen. In Deutschland zeigt sich das ziemlich klar: weniger Leute gehen wählen, Parteimitgliedschaften nehmen ab und die Haltung gegenüber der Politik wird immer kritischer.
Bedeutung und Entwicklung des Begriffs
Den Begriff Politikverdrossenheit prägt die deutsche Diskussion schon seit den 1990er Jahren. Er suggeriert, dass viele Menschen einfach das Interesse an Politik verloren haben.
Zur Definition gehören mehrere Dinge:
- Misstrauen gegenüber politischen Institutionen
- Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungen
- Interesselosigkeit an politischen Prozessen
- Ablehnung etablierter politischer Akteure
Psychologisch betrachtet, spiegelt das eine Mischung aus Enttäuschung und Entfremdung wider. Viele verlieren das Vertrauen, dass Politiker oder Parteien die Probleme noch lösen können.
Der Begriff ist aber auch umstritten, weil er oft zu pauschal verwendet wird. Manche Experten sprechen lieber von Politiker- oder Parteienverdrossenheit.
Unterschied zu Parteienverdrossenheit
Politikverdrossenheit meint das Misstrauen gegenüber dem gesamten politischen System. Parteienverdrossenheit zielt dagegen auf die Unzufriedenheit mit den Parteien selbst.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Parteienverdrossenheit zeigt sich zum Beispiel so:
- Weniger Leute treten Parteien bei
- Die Bindung an Parteien nimmt ab
- Es gibt Kritik an Parteistrukturen
- Viele wünschen sich neue politische Alternativen
Politikverdrossenheit geht noch weiter:
- Sie schließt Kritik am demokratischen System mit ein
- Viele zweifeln an der Wirksamkeit politischer Institutionen
- Manche ziehen sich komplett aus politischer Teilhabe zurück
- Ein tiefes Misstrauen gegenüber dem Staat entsteht
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Parteienverdrossenheit noch veränderbar bleibt. Wenn aber Politikverdrossenheit um sich greift, steht die Demokratie selbst auf dem Spiel.
Historische und aktuelle Ausprägungen in Deutschland
In Deutschland erkennt man Politikverdrossenheit vor allem an klaren Zahlen. Die Wahlbeteiligung sinkt seit Jahrzehnten, besonders bei Europa- und Kommunalwahlen.
Auch die Mitgliederzahlen der großen Parteien schrumpfen:
- CDU: von 736.000 (1990) auf etwa 400.000 (2023)
- SPD: von 943.000 (1990) auf etwa 400.000 (2023)
Viele Deutsche wählen laut Umfragen nur noch das „geringste Übel“, nicht mehr aus Überzeugung. Polarisierung und der Aufstieg populistischer Bewegungen verstärken das Problem.
Die eigentliche Gefahr: Aus der Verdrossenheit kann ein tiefes Misstrauen gegenüber der liberalen Demokratie werden. Der deutsche Staat steht vor der Aufgabe, das Vertrauen seiner Bürger zurückzugewinnen.
Wurzeln der Politikverdrossenheit: Ursachen und Motive

Politikverdrossenheit entsteht nicht einfach so. Sie hat viel mit realen Erfahrungen zu tun – etwa mit gebrochenen Wahlversprechen, dem Gefühl, nicht mitbestimmen zu können, oder der Angst vor schnellen Veränderungen.
Vertrauensverlust und gebrochene Wahlversprechen
Wahlversprechen sind eigentlich das Fundament der Demokratie. Wenn Politiker vor der Wahl große Ziele ankündigen und sie später nicht einhalten, verlieren viele das Vertrauen.
Gerade grundlegende Kehrtwenden in der Politik, wie die Energiewende nach Fukushima oder die Corona-Maßnahmen, lassen viele Bürgerinnen und Bürger an der Glaubwürdigkeit der Politik zweifeln.
Politiker müssen oft Kompromisse machen oder spontan auf neue Ereignisse reagieren. Was als pragmatische Lösung gedacht ist, wirkt dann schnell wie ein Wortbruch.
Die Medien verstärken diesen Eindruck. Sie berichten ausführlich über gebrochene Versprechen, aber erfolgreiche Umsetzungen geraten schnell in Vergessenheit.
Gefühl der Ohnmacht und mangelnde Mitbestimmung
Viele Menschen fühlen sich bei politischen Entscheidungen außen vor. Mitbestimmung beschränkt sich für die meisten auf die Wahl alle paar Jahre.
Zwischen den Wahlen bleibt der Einfluss gering.
Die EU-Politik macht das Problem noch größer. Viele wichtige Entscheidungen fallen in Brüssel – weit weg vom Alltag der Leute. Die europäischen Gesetze sind so kompliziert, dass Mitbestimmung fast unmöglich erscheint.
Bürgerbeteiligung gibt es zwar:
- Bürgersprechstunden
- Petitionen
- Volksentscheide (in manchen Bundesländern)
- Online-Konsultationen
Aber viele empfinden diese Möglichkeiten als zu langsam oder wirkungslos. Das Gefühl, „die da oben machen eh was sie wollen“, wächst.
Angst, Unsicherheit und Überforderung
Viele Menschen haben Angst vor Veränderungen. Globalisierung, Digitalisierung oder Migration sorgen für Unsicherheit.
Die Corona-Pandemie hat diese Ängste noch verschärft. Wirtschaftliche Sorgen, Angst um die Gesundheit und ständig neue Regeln haben viele überfordert.
Politik wirkte oft chaotisch und unberechenbar.
Informationsüberflutung macht alles noch schwieriger. Jeden Tag gibt es neue Nachrichten, Meinungen und Experten, die sich widersprechen.
Viele fühlen sich nicht kompetent genug, um alles zu verstehen. Sie ziehen sich dann lieber zurück.
Soziale und wirtschaftliche Einflüsse
Wirtschaftliche Unsicherheit verstärkt den politischen Frust. Wer um den Job bangt oder trotz Arbeit kaum über die Runden kommt, verliert schnell das Vertrauen.
Wachsende soziale Ungleichheit macht es nicht besser. Während einige profitieren, stagnieren die Einkommen vieler anderer. Politik wirkt dann wie ein Spiel der Eliten.
Regionale Unterschiede spielen auch mit rein:
- Strukturschwache Gegenden fühlen sich abgehängt
- Städte und Dörfer entwickeln sich unterschiedlich
- Ost-West-Unterschiede gibt es immer noch
Wer sich benachteiligt fühlt, sieht oft keine Antwort von der Politik. Manche wählen dann populistische Parteien oder bleiben den Wahlen gleich ganz fern.
Folgen für Demokratie und Gesellschaft
Politikverdrossenheit schwächt die demokratischen Grundpfeiler und verändert das gesellschaftliche Miteinander. Weniger Menschen gehen wählen, extremistische Parteien gewinnen an Zuspruch und der gesellschaftliche Zusammenhalt gerät ins Wanken.
Rückgang politischer Beteiligung und Wahlbeteiligung
Wenn das Vertrauen in die Politik schwindet, sieht man das zuerst bei der Wahlbeteiligung. Immer weniger Deutsche gehen wählen. Bei Kommunalwahlen liegt die Beteiligung oft sogar unter 50 Prozent.
Vor allem junge Menschen wenden sich ab. Sie glauben, ihre Stimme zählt nicht und Politiker verstehen ihre Probleme nicht.
Die niedrige Wahlbeteiligung schadet der Legitimität der Demokratie. Wenn nur noch die Hälfte der Leute wählen geht, können kleine Gruppen viel Macht bekommen. Das verzerrt das Bild des Volkswillens.
Auch andere Formen der Beteiligung nehmen ab:
- Immer weniger Menschen treten Parteien bei
- Bürgerinitiativen finden kaum Unterstützer
- Politische Diskussionen werden gemieden
Risiko für demokratische Strukturen und Zusammenhalt
Politikverdrossenheit setzt die demokratischen Institutionen ziemlich unter Druck. Wenn Leute den Parteien nicht mehr vertrauen, hinterfragen sie oft gleich das ganze System. Das öffnet autoritären Kräften Tür und Tor.
Der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt spürbar. Viele Menschen ziehen sich lieber ins Private zurück und kümmern sich kaum noch ums Gemeinwohl. Das schwächt den sozialen Kitt, der unsere Gesellschaft eigentlich zusammenhält.
Extreme Meinungen finden dadurch mehr Platz. In der Mitte wird immer weniger diskutiert. Die Gesellschaft driftet in Lager ab, und Kompromisse werden richtig schwer.
Demokratische Normen geraten so ins Wanken. Respekt vor anderen Meinungen nimmt ab. Der politische Dialog wird rauer, manchmal sogar ziemlich emotional.
Stärkung von Protestparteien wie der AfD
Die AfD profitiert geradezu von dieser Politikverdrossenheit. Sie präsentiert sich als Alternative zu den „Altparteien“. Diese Botschaft kommt bei frustrierten Wählern erstaunlich gut an.
Viele Protestwähler nutzen die AfD, um ihrem Unmut Luft zu machen. Sie wollen den etablierten Parteien eins auswischen, merken dabei aber oft nicht die antidemokratischen Tendenzen der Partei.
Im Bundestag ist die AfD mittlerweile zweitstärkste Kraft. Besonders in ostdeutschen Bundesländern fährt sie Rekordergebnisse ein. Das verschiebt das politische Spektrum deutlich nach rechts.
Andere Parteien reagieren oft ziemlich hektisch auf den AfD-Erfolg. Sie übernehmen zum Teil deren Themen oder Rhetorik. Damit rücken extreme Positionen weiter in die Mitte und schwächen die demokratische Mitte.
Die Rolle von Politik, Parteien und staatlichen Institutionen
Politische Akteure und staatliche Institutionen spielen eine zentrale Rolle, wenn es um die Entstehung und Verstärkung von Politikverdrossenheit geht. Ihre Kommunikation, der Wandel in der Parteienlandschaft und ihr Umgang mit Bürgerkritik beeinflussen das Vertrauen der Bevölkerung in die Demokratie enorm.
Politische Kommunikation und Glaubwürdigkeit
Wie Politik kommuniziert, prägt das Vertrauen der Bürger. Wenn Wähler vor der Wahl Versprechen hören, die danach nicht eingehalten werden, schwindet die Glaubwürdigkeit.
Problematische Kommunikationsmuster:
- Zu komplizierte Sprache bei wichtigen Themen
- Widersprüchliche Aussagen in verschiedenen Medien
- Fehlende Erklärungen für unpopuläre Entscheidungen
Der Staat funktioniert eben nicht wie ein „Pizzaservice“, wie Thomas de Maizière mal sagte. Wer das erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht.
Medien und Öffentlichkeit wirken als inoffizielle vierte Säule der Gewaltenteilung. Sie decken Fehlentscheidungen auf und helfen dem System, sich zu korrigieren. Aber zu viel Kritik kann auch zu einer allgemeinen Vertrauenskrise führen.
Parteienwandel und Identifikation
Parteien verändern sich seit Jahren grundlegend. Die Mitgliederzahlen schrumpfen, und viele Bürger finden sich in den alten Parteiprogrammen nicht mehr wieder.
Die AfD nutzt das clever aus. Sie nennt etablierte Parteien „Altparteien“ oder „Kartellparteien“ und stellt sich als einzige echte Volksvertretung dar.
Faktoren des Parteienwandels:
- Sinkende Mitgliederzahlen bei allen großen Parteien
- Verlust von traditionellen Milieus (besonders bei der Sozialdemokratie)
- Professionalisierung der Politik entfernt sich von der Basis
Viele Wähler empfinden etablierte Parteien als „abgehoben“ oder sprechen fast schon abfällig von „denen da oben“. Diese Begriffe haben sich in Teilen der Bevölkerung festgesetzt.
Reaktionen auf Politikverdrossenheit
Staatliche Institutionen reagieren ganz unterschiedlich auf mehr Politikverdrossenheit. Die „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ versucht, mit Reformen die Verwaltung effizienter zu machen.
Positive Ansätze:
- Digitalisierung von Verwaltungsprozessen
- Bürgerbeteiligung bei wichtigen Entscheidungen
- Transparentere Kommunikation über politische Abläufe
Internationale Beispiele zeigen aber auch, dass Verdrossenheit manchmal positive Folgen hat. In Polen zum Beispiel wurde 2023 die PiS-Regierung abgewählt, weil die Leute genug hatten.
Die liberale Demokratie bringt Korrekturmechanismen mit: Gewaltenteilung, freie Wahlen, Meinungsfreiheit. Damit können Bürger unzufriedene Regierungen abwählen und das System anpassen.
Bürgerbeteiligung und politische Bildung als Lösungswege
Neue Beteiligungsformate geben Ihnen die Chance, aktiv an politischen Entscheidungen mitzuwirken. Sie ergänzen die klassischen Wahlen. Eine solide politische Bildung legt dafür die Basis.
Stärkung demokratischer Teilhabe
Die klassischen Mitbestimmungsformen reichen heute oft nicht mehr. Nur etwa 2% der Jugendlichen engagieren sich noch in Parteien. Neue partizipative Formate schaffen hier mehr Möglichkeiten zur Mitwirkung.
Moderne Beteiligungsformen:
- Bürgerinitiativen zu lokalen Themen
- Online-Beteiligungsplattformen
- Bürgerversammlungen und Diskussionsforen
- Petitionen
Solche Formate ermöglichen Engagement jenseits alter Parteistrukturen. Sie knüpfen näher an die eigene Lebenswelt an und helfen, konkrete Probleme im Umfeld anzugehen.
Bürgerbeteiligung ergänzt die repräsentativen Verfahren und schafft neue Wege, sich einzubringen.
Die Verbindlichkeit der Beteiligung ist dabei entscheidend. Nur wenn Ihre Stimme wirklich zählt, entsteht echte Partizipation.
Bedeutung politischer Bildung für alle Generationen
Politische Bildung ist das Fundament der Demokratie. Sie hilft, politische Zusammenhänge zu verstehen und informiert zu entscheiden.
Zentrale Aufgaben politischer Bildung:
- Vermittlung demokratischer Grundwerte
- Entwicklung von kritischem Denken
- Aufbau von Medienkompetenz
- Verständnis für politische Prozesse fördern
Die Herausforderung: auch „politikferne“ Zielgruppen zu erreichen. Viele fühlen sich von klassischen Bildungsangeboten nicht angesprochen. Neue Formate müssen also lebensnaher und interaktiver werden.
Digitale Medien sind hier ziemlich wichtig. Online-Plattformen und Apps machen politische Bildung zugänglicher. Gleichzeitig ist es wichtig, seriöse Infos von Falschnachrichten zu unterscheiden.
Innovative Beteiligungsmodelle und Mitbestimmung
Deutschland hat 2019 zum ersten Mal einen Bürgerrat einberufen. Zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger haben Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Solche Formate zeigen neue Wege der Mitbestimmung.
Erfolgreiche Beteiligungsmodelle:
| Format | Beschreibung | Vorteile |
|---|---|---|
| Bürgerräte | Zufällig ausgeloste Teilnehmer diskutieren komplexe Themen | Repräsentativität, intensive Auseinandersetzung |
| Online-Partizipation | Digitale Plattformen für Bürgerbeteiligung | Niedrige Hürden, breite Teilnahme möglich |
| Planungszellen | Kleine Gruppen erarbeiten Lösungen zu lokalen Problemen | Fokussierte Diskussion, praktische Ergebnisse |
Diese Modelle bieten mehr als nur Wählen. Sie schaffen echte Räume für sachliche Diskussionen, abseits vom politischen Alltagsgeschäft.
Die Europäische Bürgerinitiative zeigt, dass Beteiligung auch auf EU-Ebene klappt. Mit einer Million Unterschriften aus verschiedenen Ländern können Sie die Kommission zum Handeln bewegen.
Ausblick: Wie kann unsere Demokratie gestärkt werden?
Die Demokratie braucht strukturelle Reformen, aktive Bürgerbeteiligung und vertrauenswürdige Medienlandschaften. Diese drei Säulen wirken zusammen, um das Vertrauen in die demokratischen Institutionen zu stärken.
Notwendige Reformen und gesellschaftlicher Wandel
Der Staat muss effizienter werden, ohne die demokratischen Grundwerte zu verlieren. Die Initiative für einen handlungsfähigen Staat zeigt einige Wege auf:
Verwaltungsreformen umsetzen:
- Digitalisierung von Behördengängen beschleunigen
- Berichtspflichten reduzieren, mehr Vertrauenskultur schaffen
- Schnellere Entscheidungswege etablieren
Parteien sollten transparenter arbeiten. Sie könnten öfter erklären, wie sie entscheiden und warum Kompromisse nötig sind.
Bürgernähe verstärken:
- Mehr Bürgerdialoge vor wichtigen Entscheidungen
- Klarere Kommunikation über politische Abläufe
- Realistische Erwartungen an staatliche Möglichkeiten vermitteln
Die Gesellschaft braucht ein anderes Verständnis von Politik. Der Staat ist eben kein „Pizzaservice“, der jeden Wunsch erfüllt. Er sorgt für die Rahmenbedingungen, damit das Gemeinwesen funktioniert.
Die Verantwortung von Bürgerinnen und Bürgern
Ihre Rolle als Bürgerin oder Bürger geht über das Wählen hinaus. Demokratie lebt von aktiver Teilnahme und echtem Engagement.
Konkrete Handlungsmöglichkeiten:
- Bei lokalen Bürgerinitiativen mitmachen
- Sich über politische Themen informieren
- Mit Andersdenkenden respektvoll diskutieren
- Ehrenamtlich aktiv werden
Sie tragen Verantwortung für die Qualität des politischen Diskurses. Extreme Positionen und Verschwörungstheorien schaden der Demokratie.
Erwartungen anpassen: Politik löst nicht jedes persönliche Problem. Sie schafft faire Chancen, damit jeder nach seinem Glück streben kann.
Lokales Engagement wirkt oft viel direkter als Bundespolitik. In Ihrer Gemeinde können Sie Veränderungen anstoßen und Demokratie hautnah erleben.
Die Rolle unabhängiger Medien und digitaler Plattformen
Freie Medien stehen als vierte Säule der Gewaltenteilung. Sie decken Missstände auf. Außerdem helfen sie dabei, politische Entscheidungen informiert zu treffen.
Qualitätsjournalismus braucht Ihre Unterstützung.
- Abonnieren Sie seriöse Medien anstatt sich nur auf kostenlose Inhalte zu verlassen.
- Prüfen Sie Fakten, bevor Sie Informationen teilen.
- Nutzen Sie verschiedene Quellen, um ein vollständigeres Bild zu bekommen.
Digitale Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen:
Soziale Medien bringen oft extreme Meinungen und Falschinformationen besonders schnell in Umlauf.
Plattformen sollten Verantwortung übernehmen und ihre Algorithmen endlich transparenter machen.
Sie können digitale Räume positiv beeinflussen. Diskutieren Sie sachlich und verbreiten Sie keine Hasskommentare weiter.
Online-Diskussionen brauchen eigentlich dieselben Regeln wie Gespräche im echten Leben.
Medienbildung ist heute wichtiger denn je.
Lernen Sie, seriöse Nachrichten von Meinungsmache zu unterscheiden. Das stärkt am Ende die Demokratie—und vielleicht auch das eigene Urteilsvermögen.




